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Warum spielt hier keiner Rugby?

Ein Berliner in Zürich über Rugby und was es ausmacht

28.07.2012 | Autor: Mark Temme

Philipp Tingler, gebürtig aus Berlin, hat im Zürcher Tages-Anzeiger einen Superartikel über das Rugby geschrieben. Hier einige Auszüge:

"Ich wünschte, Rugby wäre populärer in der Schweiz. Ich liebe Rugby. Riesige Muskelberge, die sich zu einem undurchdringlichen Knäuel verkeilen, sich hin und her schiebend im morastigen Grase von Twickenham, die hochaufragenden H-Gestänge der Tore, der Moment des Triumphs, wenn die Ellipse des Balls am richtigen Punkt niedergesetzt wird, aah. Leider kennt das hier fast niemand. Hier finden dafür fast alle Fussball gut, und der Rest tut wenigstens so."
und
"In der Tat herrschen auf dem Rugbyfeld ganz andere Sitten als auf dem Fussballrasen. Rugby ist wirklich als Lebensschule zu verstehen; nicht nur, weil jeder diesen Sport ausüben kann. Egal ob klein oder gross, schwer oder leicht, die Mannschaft braucht grundsätzlich alle Typen: Die erste Reihe der Stürmer muss massig und schwer sein, um die gegnerische Verteidigung zu durchbrechen, die zweite Reihe besteht in der Regel aus grossgewachsenen Spielern, die als Fänger amtieren, die dritte Reihe endlich hat agil und schnell zu sein, sie ist der Abschluss des Sturms. Jeder findet seine Position. Es gibt Rugbyspieler, die mühelos doppelt so viel wiegen wie, sagen wir, Stabhochspringer. Noch bedeutsamer aber für Rugby als Lebensschule ist das ungeschriebene Grundgesetz des Spiels: Der Spieler ist ein Gentleman, und zwar nicht nur ausserhalb des Feldes. Diese Gentlemen Mentality – oder, kurz: Gentlementality – ist ja ohnehin ein unverwüstliches Erbteil der angelsächsischen Psyche; England ist und bleibt das Mutterland der guten Form."

Mehr findet Ihr unter   http://blog.tagesanzeiger.ch/blogmag/index.php/1570/warum-spielt-hier-keiner-rugby

Philipp Tingler ist auch über Twitter (  http://twitter.com/philipptingler ) erreichbar, er freut sich bestimmt über Eure Kommentare.

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