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Was für ein Finale

U16

UPDATE mit mehr Fotos; Die deutsche U16-Meisterschaft in Frankfurt/Main

23.05.2015 | Autor: Admin

Nach der DRV-Posse des letzten Jahres wurde 2015 wieder eine richtige Deutsche Meisterschaft in der U 16 ausgespielt.
Bereits nach den ersten Begegnungen der Vorrunde war klar, dass es das erwartete Finale Frankfurt 1880 gegen den BRC geben musste. Zum ersten Mal in unterschiedliche Gruppen der Vorrunde gelost starteten beide Mannschaften einen ungefährdeten Durchmarsch durch ihre Gruppen.
Im ersten eigenen Spiel ging es für den BRC gegen die Baden Württemberg Meister SCN / TSV. Endlich hatte die Meisterschaft nach zwei Jahren Pause für die Jungs begonnen. Dementsprechend aufgeregt war die Mannschaft und brauchte ein paar Minuten um zu ihrem Rhythmus und ihrem Spielsystem zu finden. Als diese Anfangsnervosität dann allerdings abgelegt war, zeigte der BRC unglaubliches Rugby.
Für die nächsten 25 Minuten bekam der Gegner kaum noch die Hand an den Ball. Es wurde hart an der Vorteilslinie angegriffen, das überragende Verbinderpärchen schickte seine schärfsten Waffen immer wieder in die Lücken und der Sturm dominierte die Standards nach Belieben – 37:0 nach 2 x 20 Minuten.
Der nächste Gegner – VfR Döhren – wurde ähnlich konzentriert überrannt – 61:5.
Diese Überlegenheit ermöglichte es den gesamten Kader von 23 erlaubten Spielern einzusetzen und auch verschiedene taktische Varianten auszuprobieren. Natürlich waren alle Gedanken beim anvisierten Finale gegen Frankfurt. Die setzten sich in ihrer Gruppe ähnlich souverän durch, spielten dabei allerdings ein komplett anderes Rugby.
Anfeuern für die U 12 war auch noch drin - Klatschgasse für die "Kleinen"
Vor dem Finale stand aber erst einmal das Halbfinale gegen den Gruppenzweiten der anderen Gruppe, die RGH auf dem Programm. Sonntagmorgens traditionell eine Stärke des  BRC...
Doch es gab es keine Überraschung. Die Mannschaft des BRC schaffte es rechtzeitig wach und im Spiel zu sein und der anfängliche Widerstand der RGH wurde schnell und nachhaltig gebrochen. Wieder waren die Schlüssel zum Erfolg die Überlegenheit im Sturm, das die eigenen Stärken betonende, konsequent und von allen durchgespielte System und die individuelle Überlegenheit auf vielen Positionen – 36:0 – BRC im Finale!
Dort wartete, wie erwartet, bereits Frankfurt. Die hatten sich mit 22:0 gegen die Mannschaft des SCN / TSV durchgesetzt und in ihren Spielen ebenso kaum Schwächen offenbart. Das Finale der unterschiedlichen Systeme  konnte kommen. Auf der einen Seite Frankfurt: technisch perfektes, überragend organisiertes, sehr „breit“ gespieltes Rugby. Auf der anderen Seite der BRC: viele , enge Vorbereitungen durch die starken Stürmer und Innen, Angriffe hart an der Vorteilslinie, dominante Verteidigung.
Vor dem Spiel gab es das übliche Geplänkel, welches die Spieler des BRC allerdings mehr amüsierte als verunsicherte.
Beide Mannschaften starteten hoch konzentriert, auch wenn man ihnen die Nervosität  in einigen Situationen, beispielsweise den Gassen, doch anmerkte. Schnell wurde deutlich, dass die Trainer ihre Mannschaften taktisch sehr gut auf den Gegner eingestellt hatten. Frankfurt verteidigte stark die engen Bälle und versuchte  immer wieder die gegnerischen Rucks zu stören und damit das vielphasige BRC Spiel zu unterbinden. Der BRC verteidigte in der ¾ Reihe überragend und ließ keinen durchgespielten Ball zu. Damit wurde Frankfurt gezwungen die Bälle fast stehend durchzuspielen.  Einen solchen Pass konnte BRC Schlussmann  Matheo rausfangen und unter dem Jubel der BRC Fans im Malfeld ablegen. Dabei wurde er noch beim Versuch gefoult:  Strafversuch – leichte Erhöhung für Jonathan: 7:0 BRC. Wenig später bot sich dem BRC Verbinder  die Möglichkeit durch einen Straftritt die Führung noch weiter auszubauen – 10:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.
Zu Beginn  der zweiten Halbzeit hätte der BRC den Sack zumachen können. Das Spiel fand zunächst nur in der Hälfte Frankfurts statt. Konsequent nutzten die Spieler selbst kleinste Lücken und trugen das Spiel bis vors Frankfurter Malfeld. Ein Maul mit nahezu allen Spielern überquerte bei Ballbesitz BRC die Mallinie sogar, jedoch schaffte Frankfurt es den Ball oben zu halten.
In der Folge wurde Frankfurt immer stärker und konnte -  begünstigt durch viele Straftritte – das Spiel Schritt für Schritt in Richtung BRC Malfeld verlagern. Die Konsequenz: ein nichterhöhter Versuch und ein Strafftritt – 10:8.
Jetzt gab es keine taktischen Vorgaben mehr - kein Spielsystem. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, verteidigten bis zur Erschöpfung.  In der letzten Spielminute bekam Frankfurt dann die Chance das Spiel doch noch für sich zu entscheiden: Straftritt an der 10m Linie.  Doch dem Kicker versagten die Nerven. Der Kick ging zu weit nach links und war zu kurz.
Jetzt musste das Spiel doch vorbei sein! Doch BRC Ecke Constantin hatte noch Spaß und wollte weiter spielen. Sicher fing er den Ball und anstatt ihn ins „Aus“ zu kicken, startete er einen Gegenangriff.  Dieser wurde von Frankfurt gestoppt und sie konnten sogar den Ball erobern und einen allerletzten Angriff versuchen. Doch nach einem Vorwurf war das Spiel vorbei.
Der BRC war wieder Deutscher Meister!
Vielen Dank an beide Mannschaften uns allen ein solches Spiel beschert zu haben! Die Experten unter den Zuschauern waren sich einig in der Bewertung:  Deutsches Jugendrugby auf höchstem Niveau!
An die verdienten Deutschen Meister: Ihr seid eine Super Truppe! Spielerisch /  technisch in der Lage anspruchsvollste taktische Systeme umzusetzen. Vom Einsatz auf dem Platz her immer bereit alles zu geben und bis zum Ende zu kämpfen. Aber vor allem Eure Einstellung zum Sport und Euer Zusammenhalt machen Euch zu wahren Meistern.  Wie ihr nach den Enttäuschungen des letzten Jahres nicht aufgegeben, sondern immer weiter trainiert und trainiert und trainiert habt verdient aller höchsten Respekt.
Bleibt so und bleibt zusammen und Ihr werdet noch ganz Großes erreichen!

Uwe Maaser

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