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Rugby meets Wing Tsun

U14, U12

Alternatives Training in den Wintermonaten

11.02.2016 | Autor: Lukas Wende

Die Winterferien sind leider schon vorbei und jetzt gilt es wieder bis zu den nächsten Ferien regelmäßig zur Schule und vielmehr zum Training zu gehen. Denn obwohl viele Spieler der U12 und U14 verreist waren, wurde das erste Mal nach der Winterpause draußen trainiert. Für diejenigen, die Berlin nicht auf Skiern verlassen haben, gab es sogar eine zusätzliche Trainingseinheit in den Ferien am vergangenen Donnerstag . Jedoch war es kein gewöhnliches Training mit Bällen, Tackling Pads und harten Hits. Denn es ging in die Kampfkunstschule Drakulic in der Clayallee nach Zehlendorf (http://www.kampfkunstschule-drakulic.de/ueber-uns/).

Rugby meets Wing Tsun, so lautete das Motto der zusätzlichen Trainingseinheit der beiden Altersklassen, wo den jungen Spieler die Gelegenheit gegeben wurde eine andere Kampf(kunst)sportart für sich zu entdecken. Wortgemäß bedeutet Wing Tsun, „der ewige Frühling“, welches sich nicht wie eine gefährliche Kampfkunstsportart anhört. Wie dem auch sei, so stellt Wing Tsun eine chinesische Selbstverteidigungssportart dar, die den Einzelnen darauf hintrainiert in brenzlichen Situationen sein eigenes Leben zu retten oder gar jenes eines Angreifers zu nehmen. In der uns netterweise von der Kampfkunstschule Drakulic angebotenen Trainingseinheit ging es in erster Linie darum, dass die Jungs einen Einblick in die Bewegungsabläufe der Kampfkunst bekommen und ihr Verständnis für andere Sportarten erweitern können.

Es wurde also hart gegen Pratzen geboxt und getreten, wobei es einigen nicht so einfach fiel, wie es beim Vormachen des Kampfkunsttrainers anfangs schien. So erweckten einige Spieler eher den Eindruck zu einem Technobeat wild zu tanzen, als tatsächlich zu boxen.

Von links nach rechts: (h.) Wing-Tsun Trainer Drakulic, Leon, Ares, Jonah, Ben; (v.) Christoff, D’janil, Peter, Sean

Wing Tsun hat seine Wurzeln im Kung-Fuh, welches übersetzt zum einen „die hohe Kunst“ bedeutet und zum anderen für „harte Arbeit“ steht. Wortwörtlich mussten alle, die am Training teilgenommen haben, hart arbeiten um den schnellen Anweisungen des Wing Tsun Trainers Folge zu leisten.
Abgesehen von den ungewohnten Bewegungen, haben die Spieler einiges im Zusammenhang mit Wing Tsun über ihr äußeres Auftreten gelernt. Denn so wie man sich nach außen präsentiert, so zeichnet man ein inneres Bild von sich selbst. Allein diese Einstellung lässt sich in vielen anderen Sportarten wiederfinden, besonders in Kampf(kunst)sportarten, wo gegenseitiger Respekt und Fairness zu den wichtigsten Tugenden zählen. So galt es mit dem Verlassen der Kampfhalle sich vor den zwei Großmeistern des Wing Tsun’s, deren Portraits an den Wänden hingen, zu verbeugen und seinen Respekt Ihnen gegenüber zu zeigen. Nach dem lehrreichen aber sehr spaßigen Training durften alle erschöpft wieder nach Hause, um sich für das Rugbytraining am nächsten Tag zu erholen.

Ich möchte mich bei der Familie Danielzik (des U12 Spielers Sean) für das Organisieren des Extratrainings, und bei Caro (Mutter von D’janil – U12) für die Betreuung der Jungs bedanken.

Von Ben McLeod

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