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GESICHTER AUS DER JUGEND (4)

U16

Andreas Weinberger aus der U16

23.03.2016 | Autor: Lukas Wende

Andreas Weinberger ist der vierte Jugendspieler, den wir Euch vorstellen möchten. Er gehört erst seit ein paar Monaten zum Verein, aber ist schnell zu einer festen Größe in der U16 geworden und bestritt am letzten Wochenende sein erstes Länderspiel für Deutschland.

Was magst du am Rugby am meisten?

Den Kontakt! Der körperliche Aspekt des Spiels ist, was mir am meisten gefällt. Als Kind habe ich Fußball gespielt und stand im Tor, das wurde schnell langweilig. Beim Rugby sind alle Positionen interessant.

Musstest du dich erst an den Körperkontakt gewöhnen und wie kam der Wechsel zustande?

Als ich 11 Jahre alt war, lief gerade die Weltmeisterschaft in Neuseeland und wir sind nach London gezogen. Meine Mutter hatte mir auch erzählt, dass mein Opa in England früher auch Rugby gespielt hat. Deshalb habe ich es mal ausprobiert. Meine Trainer beim Rosslyn Park RFC haben mich auch von Anfang an sehr unterstützt. Weil ich damals besonders groß und stark für mein Alter war, meinte er zu den anderen Kindern: „Schaut Euch Andreas aus Deutschland an, er ist groß und stark, helft ihm, dass er schnell ein guter Rugbyspieler wird.“  Bei meinem ersten Spiel im dritten Team wurde ich auf die Schlussposition gesetzt, um von hinten „zuzuschauen“. Im nächsten Spiel durfte ich schon in der zweiten Mannschaft in der ersten Reihe spielen. Und recht bald danach auch im „first team“. Das mit der Gewöhnung ging also scheinbar ganz schnell.

Inwiefern unterscheidet sich das Rugbyspielen im Rosslyn RFC und BRC voneinander?

Durch die Ganztagsschule in England haben die meisten Spieler Training mit ihrer Schulmannschaft und auch Spiele. Der Einsatz im Verein kommt sozusagen zusätzlich dazu. Ich war aber auf der Deutschen Schule, wo kein Rugby angeboten wurde. Trotzdem hatten wir jedes Wochenende ein Spiel oder ein Training. Hier haben wir mit der U16 ja bis zu vier Einheiten pro Woche, aber leider weniger Spiele. In London haben wir auch ohne ein richtiges Spielsystem gespielt. Das ist hier auch ganz anders.

Gibt es noch einen Rugbymoment beim Rosslyn RFC, an den du dich besonders lange erinnern wirst?

Ja, da muss ich gar nicht lange überlegen. In der U12 haben wir die Surrey-League gewonnen. Der entscheidende Sieg war ein 20:19 gegen das andere bis dahin ungeschlagene Team. Das war richtig gut!

Im Sommer bist du nun nach Berlin gezogen. Wie kam es dazu?

Mein Vater arbeitet für das Auswärtige Amt, deshalb ziehen wir alle 3-4 Jahre um. Vor dem Aufenthalt in London haben wir schon einmal in Berlin gewohnt. Davor auch schon in Rom, geboren wurde ich in Israel.

Und wie bist du auf den BRC aufmerksam geworden?

Die meisten Informationen bekommt man ja heutzutage über das Internet, aber hier war das etwas anders.  Als wir früher schon einmal in Berlin wohnten, war mit Matthias Dold ein alter BRCler mein Babysitter. Damit war klar, wo ich in Berlin nach unserer Rückkehr Rugby spielen würde.

Wie war der Einstieg für dich?

Alles hat wunderbar geklappt. Besonders gut fand ich, dass es auch in den Sommerferien Training gab. Dadurch konnte ich noch vor dem Schulstart Freunde finden und mich besser einleben.

Andreas in seinem Element


Spielerisch scheinst du dich auch schnell integriert zu haben, schließlich wurdest du schon im Herbst zu einem Lehrgang der U16-Nationalmannschaft eingeladen. Wie lief das ab?

Ja, zuerst gab es einen Lehrgang mit vielen Teilnehmern, wo unterschiedliche Tests gemacht wurden. Bei den nächsten Lehrgängen wurden dann immer weniger Spieler eingeladen.

Im Februar hatten wir ein Testspiel gegen ein niederländisches Team und jetzt das  Länderspiel in Köln gegen Polen. Vor 3000 Zuschauern zu spielen und zu gewinnen, war ein absoluter Höhepunkt. In drei Wochen gibt es dann noch ein einwöchiges Camp in Frankfurt mit der Auswahl aus dem Großraum Toulouse.

Jubelnd im DRJ-Dress


Wie geht es mit dir und der BRC-U16 weiter?

Wir fliegen am Sonntag für eine Woche nach Georgien, darauf freuen sich schon alle. Dort haben wir drei Spiele, die uns gut auf das Qualifikationsturnier und die Deutsche Meisterschaft vorbereiten sollen. Dann darf ich auch wieder in der dritten Reihe spielen!

Was habt ihr Euch mit der Mannschaft vorgenommen?

Unser großes Ziel ist natürlich die Verteidigung des Titels in der U16!

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