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Tourtagebuch PART 4

U18, U16

Ruhetag

31.03.2016 | Autor: Lukas Wende
Nach einer erholsamen Nacht, nach einem sehr anstrengenden Spiel, wachten wir etwas später auf als sonst, was für die Regeneration vorteilhaft war.
Das Frühstück war auf 9 Uhr angesetzt und wir wachten weniger konzentriert auf, als am Vortag. Nach dem gelassenen Frühstück gingen wir zur Trainingsstädte. Wir spielten hauptsächlich Touch und dehnten uns daraufhin. Nach dem entspannten Training aßen wir wie immer, jedoch diesesmal bei einem besonderen Restaurant, bei dem wir schon erwartet wurden. Man servierte uns typisch georgische Malzeiten, die etwas ungewohnt schienen, aber sehr lecker waren.
Nach georgischen Prinzipien wurden alle gesättigt und konnten mit vollem Bauch die Altstadt von Mtskheta besichtigen, die von der Unesco geschützte Gebäude besitzt. Ein informativer Klosterbesuch und eine eineinhalb Stunden lange Besichtigungszeit der Altstadt waren genug Kultur und alle freuten sich auf den Rugbyshop, der daraufhin ausgeraubt werden sollte.
Nun werden alle im Georgien-Trikot trainieren und David wird ein zufriedener Trainer sein. Mit der Beute wieder zurück ins Hostel, waren alle gut gelaunt. Nach den motivierenden Worte der Trainer für das morgige Spiel, sind alle auf ihre Zimmer und hatten für den Rest des Abends Freizeit. Wir "schoben einen ruhigen" und gingen ins Bett.
Von Victor alias "Stanislav"

Tourtagebuch PART 3 - mit Bildergalerie!

U18, U16

Der erste Kontakt mit den Gegnern

30.03.2016 | Autor: Lukas Wende

Nach einer langen und erholsamen Nacht, in der wir zumeist den Schlaf der vorherigen Nacht nachgeholt haben, stärkten wir uns mit einem deftigen Frühstück, welches meist aus Ei bestand.

Danach sind wir zu unserem Trainingsplatz gefahren. Als wir am Platz angekommen waren, hat es sehr stark gewindet und gehagelt- so stark, dass es beinahe einige der leichteren Hintermannschafstspieler weggeweht hat. Nach dieser stürmischen Trainingseinheit duschten wir und nach einem deftigen Mittagessen in unserem Stammrestaurant haben wir uns in die Jugendherberge zurückgezogen, wo alle ins Bett fielen und es herrschte Totenstille.

Nach unserem Mittagsschlaf haben wir uns aufgemacht, um die erste große Schlacht gegen die georgische Ost-Auswahl zu schlagen. Als wir auf dem Stützpunkt der Georgier ankamen, haben wir sehr gestaunt über Qualität des Stützpunktes. Es gab eine große Tribüne, Krafträume, Büros, ein Hotel, 2 Plätze (einer davon ein spezieller Rugby Kunstrasenplatz) und sogar einen Raum für die Dopingkontrolle.

Nach einem konzentrierten warm-up begann das Spiel der U16 gegen die Akademie-Auswahl des Jahrgangs 2000, in der die besten Spieler des Großraums Tiflis und Ost-Georgiens spielen. Die Spieler dieser Mannschaft trainieren zwei oder drei Mal pro Woche in ihren Vereinen und werden zusätzlich drei bis viermal pro Woche von professionellen Trainern in dem Stützpunkt ausgebildet. Man konnte sich somit auf einen entsprechend hohes Niveau des Gegners einstellen.

Die in dieser Saison noch ungeschlagene U16 konnte nur phasenweise gegen den überragenden Gegner mithalten und verlor am Ende nach 60 Minuten mit 54:5. Allerdings verbessert man sich in der Regel nur, indem man gegen bessere Teams spielt. Die Erfahrungen aus diesem ersten Spiel nach der Winterpause sind wahnsinnig viel wert. Immer wieder konnten auch wir Phasen bilden und den Gegner unter Druck setzen. Auch in der Verteidigung wurde über weite Strecken gut gearbeitet. Am Donnerstag geht es mit dem Spiel gegen die Akademie-Auswahl des Jahrgangs 2001 weiter, der sich zur Zeit auf seine Frankreich-Tour vorbereitet, bei der u.a. gegen die Clermont-Nachwuchsteams gespielt wird.

Deutlich besser konnte die U18 dem Jahrgang 1999 entgegenstehen. Zur Halbzeit hätten unsere Jungs genauso gut führen können. Leider wurden einige Chancen zum Versuch nicht genutzt, was die Gastgeber deutlich besser machten und so nach 30 Minuten mit 10:0 führten. In der zweiten Halbzeit wurde weiterhin diszipliniert verteidigt, aber durch zwei verletzungsbedingte Wechsel fehlte ein wenig die Abstimmung, um in der Offensive noch einmal wirklich gefährlich zu werden. Endstand: 29:0. Für die U18 geht es am Donnerstag mit der Begegnung gegen die U18 des RC Rustavi weiter, die uns ebenfalls alles abverlangen wird.

Es bedeutete eine große Ehre für einen deutschen Verein gegen die zukünftige Rugbyelite einer aufstrebenden Rugbymacht spielen zu dürfen. Nach dem Aufeinandertreffen erklärten uns die U20-Nationaltrainer Georgiens, dass es sich bei der U16-Mannschaft quasi um die Nationalmannschaft gehandelt habe, da nur wenige Spieler gefehlt hätten.

Auf der Verbandsseite findet sich eine Bildergalerie.

Bei dem gemeinsamen Essen in dem eigenen Hotel des Stützpunktes wurden noch Geschenke überreicht. Der Abend wurde noch zum gemeinsamen Ausruhen und Entspannen genutzt, damit wir morgen wieder gestärkt  in das Training gehen können. Mit dem frohen Gedanken, das morgen das Frühstück erst um 9 Uhr beginnt, können wir gut schlafen.

Bericht von Manuel und Louis

Bergamo Nachlese

U14

Aus Sicht des U14-Trainers Piede

29.03.2016 | Autor: Admin
Tag 3, 4, 5 und Abfahrt

Ich muss mich kurz halten, da die Aufgabenvergabe der Texte leider gescheitert ist, aber dennoch die Zeit nicht vergessen werden soll.

So. 20.03.2016 der Dritte Tag in Bergamo

Frühstück in der Jugendherberge. Die Jugendherberge (Ostello) hat ein ganz großes Lob verdient. Tolle Unterkunft und sehr zu empfehlen. http://www.ostellodibergamo.it/en/
Am Vormittag U10 und U12 Turnier „IX Trofeo Citta di Bergamo" gegen mehrere Mannschaften aus Bergamo. Die U14 begleitet diese und zwar mit Herzblut als Fankurve an allen Fronten mit dabei. Ob als Wasserträger (ACHTUNG --- Beck auch hier ein Dankeschön) oder als Erste Hilfe, Coach, Betreuer, Fankurve, Seelenhilfe, Tröster... So eine tolle Truppe gibt es glaube ich schwerlich wieder und das gilt hier mal durch alle Altersklassen! Toll war auf jeden Fall auch die Gastfreundschaft!
Tolle Bilder vom U10 und U12 Turnier gibt es hier zu sehen:
Da um 14.00 Uhr das Spiel der U14 Spiel gegen Bassa Bresciana Rugby in Leno stattfinden sollte, mussten wir um 12 Uhr aufbrechen. Jo Akim hat uns dann dank seiner exzellenten Fahrkünste sicher und ansagengemäß in ca. 90 Minuten nach Leno gefahren. Dort wartete der Regionalmeister der U14 auf die Berliner Boys. Stefano, der Papa von Jurij, bereitete uns als Coaches schon vorher darauf vor, dass uns da was Besonderes erwartet. Nennung der Spieler, Nationalhymne, hohes Rugby-Niveau. Schon die Internetseite kündigte uns an! Hier findet Ihr auch den Spielbericht, der nach Übersetzung leider verschweigt, das wir in der zweiten Halbzeit deutlich stärker waren als in der ersten Halbzeit und das Spiel mit 12:32 deutlich gewonnen haben. Trotz Zwangspause für eine Nummer 8 und Gegenspielern die mit Vollbart auf dem Platz standen und selbst die Betreuer am Alter 13 zweifeln ließen. Tolle Bilder gab es dank eines Fotografen, anbei die Bildergalerie: http://www.rugbybassabresciana.it/gallery?id=1005430662845269 .
Worüber sich Peter Hoffmann und Andre Piede sehr gefreut haben ist, daß das Spielsystem endlich beginnt zu fruchten. Die Ansagen und die Spielanalysen in der Halbzeit mit intensiven Spieler-Gesprächen durch Tom, Peter und Piede werden ernst genommen und umgesetzt - der Erfolg zeigt den rechten Weg! Leider musste Vlad einen Besuch der italienischen Krankenhäuser auf sich nehmen, nachdem er unglücklich kurz vor dem Malfeld getackeld wurde und kurzzeitig Probleme hatte, Sicher ist sicher. Hier sei mal erwähnt, das es den restlichen Spielern wichtiger war was mit Vlad passiert ist, als das Spiel weiter zu führen! Tolles Team halt „Einer für Alle, Alle für Einen".
Danke von uns als Coaches, Betreuer und Berater mal dafür!
Endlich dritte Halbzeit, leider ohne Vlad, Stefano und Daniela, die die Videoaufnahmen macht. Die 3. Halbzeit (Mittagessen) bei Leno ist sehr unruhig und alle wollen ins Ostello und wollen wissen was mit Vlad ist. Die Dritte Halbzeitmuss verkürzt werden und wir fahren schnell nach Bergamo zurück. Allerdings verspricht Brescina gern zum Fritz Feyerherm Turnier nach Berlin im Oktober zu kommen! Wir freuen uns!

Mo. 21.03.2016 one Day off!

Nach dem Frühstück in der Jugendherberge geht es schwimmen ins Aquaworld und anschließend shoppen im ORIO Center in Bergamo.
Alle Jungs, Betreuer und Coaches genießen die warmen Temperaturen und den freien Tag, um mal die Seele baumeln zu lassen. Leider verletzt sich Eric und verunsichert unseren Doc so sehr, dass wir auch noch mal einem neuen Krankenhaus einen Besuch abstatten. Aber auch hier zum Glück ist alles in Ordnung, alles super!

Di. 22.03.2016

Vormittags erwartet uns ein Trip nach Parco faunistico „Le Cornelle" http://www.lecornelle.it/ einem Tierpark (nachdem wir geklärt haben was ein Zoo und ein Tierpark ist). Alle Teams genießen die Zeit und sehen wirklich tolle Tiere direkt aus der Nähe.
Am Abend findet ein Sondertraining statt. Rugby Bergamo und der BRC trainieren zusammen. Beide Mannschaften lernen etwas von den Coaches und freuen sich aber auf den letzten Abend vor der Abreise. Es gibt leckere Pizza im Ostello mit einer Video-Vorführung der Spiele (Danke an die Wolken und die Hütchen und den Wasserträger) und ein weiterer toller Tag geht zur Neige.
Morgen früh ist Abfahrt... einige fangen an zu kränkeln aber Rugbyspieler sind hart, so ist auch die letzte Nacht kurz und die Fahrt morgen um so schlimmer....
Alles in allem eine der schönsten und lustigsten Touren die ich persönlich je erlebt habe mit tollen Teams! Tollen Coaches! Tollen Betreuern und (innen)! Und einem ... Busfahrer.
Dankeschön
Piede

Tourtagebuch PART 2

U18, U16

Bericht aus Georgien

28.03.2016 | Autor: Lukas Wende

Nach nur 4 Stunden Schlaf begann der erste Tag mit einem ausgiebigen Frühstück und einer Portion Training auf der eigenen Base, die wir für eine Woche bekommen haben. Mittags wurde ausgiebigst gegessen. Danach wurde die Stadt Tbilisi besichtigt. Dabei hat Colin die besten Fotos der Welt geschossen, weil er ein verdammt gutes Auge hat.

Jedenfalls gingen zwischendurch die beiden Trainer Lukas und David die Spielfomalitäten für die morgigen Spiele mit den gegnerischen Trainern klären, wobei sie auf dem Shevardeni-Base die U20 Trainer von Georgien trafen, die dieses Jahr bei dem Junior World Cup gegen Neuseeland, Irland und Wales spielen werden und plauderten mit den georgischen Trainern (die unglaublich nett und rugbyverrückt waren) einige Stunden. In beiden Altersklassen warten mit den U16-und U18-Auswahlteams Ostgeorgiens zwei richtig starke Gegner auf unsere Jungs!

Währendessen besichtigten die Boys die Stadt zu Ende, fuhren in ihr Hotel und wieder in das Restaurant zum Essen. Nach einem kurzen Briefing, bei dem den Jungs klargemacht wurde, wie unglaublich wichtig und hart das morgige Spiel wird, ging es für die Spieler ins Bett.

Hier ist, was man heute lernen konnte:

- Ares dreht manchmal ziemlich durch.

- Tuschmann singt gerne Bibi und Tina Songs (und hat das ganze Album und alle Hörspiele davon mit auf die Tour genommen, weil er ein bisschen komisch ist).

- Georg nimmt auch gerne eine zweite Portion.

- Constantin ist sehr kultur- und georgienbegeistert.

- Gayro weiß ein bisschen über georgische Politik Bescheid.

- Georgien ist in so ziemlich allem am besten in der Welt, wenn man David glauben darf. Aber vielleicht macht David auch nur übereifrig Werbung für sein Land.

Gruß aus Tbilisi von

David und den Jungs

Bergamo 2016

U12

Chiao bella Italia

28.03.2016 | Autor: Admin

Chiao bella Italia,

Voller Vorfreude machten sich die acht Recken D'janil, Fabio, Paul, Sean, Louis, Angelo, Jamie und Philipp auf den Weg nach Bergamo, um die Fahne der U12 des BRC hoch zu halten!! Wie der geneigte Leser leicht erkennen kann war diese "leicht" ersatzgeschwächt. Nichts desto trotz waren alle heiß sich mit den Italiener zu messen.
Das erste Training bei/mit Ivan, einem Rugbyhühnen wie aus dem Bilderbuch, gestaltete sich verblüffend gut. Die Sprache der Fairnes und der kammeradschaftlichen Härte sind international, so dass sich hier Synergien gebildet haben. Was unsere Jungs beeindruckt hatte, war die schiere Masse an jungen U12 Spielern, die an dem sehr gut organisierten Training teilgenommen haben.
Am nächsten Tag sollte das Turnier starten. Durch die schiere Masse beeindruckt bettelte die U12 um Verstärkung aus der U14. Nichts da! Es kommt wie es kommt und wir nehmen jeden Gegner. Schließlich wurde die U12 von Ben McLoed, an dieser Stelle meinen Dank an unseren Master Mind, hervorragend trainiert. Also ran an' n Sarg und mitgeweint.


Der geneigte Leser mag es dem Verfasser verzeihen, dass ihm die Namen der Mannschaften nicht mehr vorliegen. Irgendwo zwischen Rugby Pit und Casino ging diese vor lauter Stolz auf dieses Team verloren. Dann erstes Spiel:
Blau /Weiß gegen U12. Die Anspannung war deutlich zu spüren. Sandplatz. Italiener. Six-Nations. Andere Sitten. Gemeinsames Einlaufen. Bergamo stellte uns vier Spieler, davon eine , die das erste Mal Rugby gespielt hat. Wir nehmen was wir kriegen können; alles Gut.
Unser Sturm war gut, ist aber ausbaufähig. Die Pässe kamen super und der Ball konnte aus dem Ruck auf die Flügel verteilt werden, von wo er in einer schönen Stafette im Malfeld abgelegt werden konnte. Das konnten die Blau/Weißen aber auch und glichen aus. Aus lauter Höflichkeit banden wir die Leihspieler mit in unser Spiel ein, was zu kleinen Kalamitäten und uns beinahe ein Unentschieden gekostet hätte.

Von nun an wurden die Leihspieler nicht mehr angespielt und die Acht zogen konsequent ihr Aufbauspiel beim nächsten Gegner durch. Grün/Schwarz war dieser, was einige dazu veranlassten festzustellen " Is ja och bloß nur Velten". Denkste. Ein ausgesprochen gut organisiertes Team mit einer 12 die sich gewaschen hat. Nur durch konsequentes Tiefhalten ausgerechnet von unserem kleinsten Philipp und Jamie wurde das gegnerische Team dazu veranlasst ihren Star auf der anderen Seite spielen zu lassen. Aber da stand die erste Reihe mit D'janil, die ebenfalls dermaßen viel Druck ausübten und alles wegfingen was sich ihnen in den Weg stellte.

Counter Ruck, hierfür war Fabio /Paul verantwortlich, Ballsicherung Sean, die 9 übernahm Philipp, Louis die 10 und die 12/13 Jamie, Angelo die 15. Es war ein Traum, die Jungs verunsicherten die Grün/Schwarzen dermaßen, dass diese kein Bein mehr auf den Boden bekamen. Die Italiener wechselten durch, was wir nicht konnten. Sie probierten alles. Aber es blieb beim zweiten Unentschieden des Tages, nachdem der sehr gefrustete "Star 12" dem Schiedrichter von sich aus anzeigte, dass sein Versuch in der letzten Sekunde regelwidrig gewesen ist!!! Rugby ist nicht Fußball!!! Soviel Mut und Ehrlichkeit dazu zu stehen musste belohnt werden. Nun gibt es einen Italiener, der mit Stolz ein BRC-Hoody tragen darf, was ihm seinerseits die Tränen in die Augen schießen ließ.


Noch zwei Spiele. Das eine gegen die Wespen. Dreimal dürft ihr raten wie das Jersey ausgesehen hat? Genau!
Also die Wespen; lauter U12 Spieler mit gefühlten Vollbart im Gesicht. Die liefen auch weiter, wenn sich D'janil, Philipp und Jamie an die Beine geklettet hatten. Noch schneller, noch passgenauer, noch mehr Off Load Skills. Lange Rede kurzer Sinn, das Spiel ging verloren, wobei nur drei Versuche gelegt worden sind. Alle anderen aus der Gruppe C haben zweistellig gegen die Wespen verloren.

Der Stich saß, aber wenn ihr glaubt unsere acht Rugby-Helden hätte das beeindruckt? Pah, nichts da! Der letzte Gegner und der gefühlt wichtigste war BERGAMO!! Also Laufwege durchgehen, Absprachen treffen, potentielle Gegner taxieren und Schwachpunkte erkennen. Was soll ich sagen. Ein fulminater Sturmlauf. Druck von der ersten Sekunden an. Es wurde konsequent hinter jedem Ball hinterhergesprintet, als sei der Leibhaftige hinter den Jungs hinterher. Die Kicks saßen, schön auf die Ecke gezirkelt, von wo aus der Ball aufgenommen werden konnte und wenn nicht alleine, so doch mit Hilfe der anderen über die Mallinie gedrückt werden konnte. Wenn Angriff, dann nur zu zweit, wenn einer stecken blieb, wurde er von dem Hinterspieler durch die Verteidigungslinie der Gegner gedrückt, von wo aus der Ball sodann weiter auf die 12 oder 15 gepasst werden konnte. In der Konsequenz ein Sieg, der sich gut anfühlt, zumal er gegen den Gastgeber herausgespielt worden ist.

Ich bin stolz auf das Team und ich glaube die "Sondertrainingseinheit" Bergamo hat sich gelohnt. Die Jungs sind spielerisch und mental an diesen Gegner gewachsen und ich hoffe, dass sie ihre Erfahrungen an die Daheimgebliebenen weitergeben. Das nächste Mal reisen wir mit voller Mannschaftsstärke an. Italien wir kommen wieder. Ihr wart super Gastgeber.

Michael Scholz

Tourtagebuch PART 1

U18, U16

Bericht aus Georgien

28.03.2016 | Autor: Lukas Wende

Der Morgen begann früh. Zu früh für einen Ferientag. Die Zeitumstellung nahm uns allen eine weitere Stunde wertvollen Schlafes, den wir später im Flugzeug nachholen konnten. Um 10 nach acht kam die Nachricht von Uwe "Aufstehen Jungs! Behaarte Menschen warten auf Euch!"
Durch diese kleine Ansprache motiviert, machten wir uns in Outfit 1 (Hemd, BRC-Krawatte und Jeans) auf zum deutschen Cape Canaveral, dem Weltraumflughafen Tegel.
Der Treffpunkt war um 10 Uhr am Terminal A und trotz der Frühe und Zeitumstellung kamen bis auf Yukon, der vorher versehentlich in die Jungfernheide gefahren war, alle pünktlich.
Die Zeit, die uns nach dem Check-In noch blieb, nutzten die Meisten, um ihre Vorträge vorzubereiten, oder sich über die  Georgianische Mentalität zu informieren. Das Boarding verlief etspannt, sodass wir uns nach wenigen Minuten in die Sitze fallen lassen konnten und dem Countdown entgegensehnten. Nachdem sich die Startrampe löste, kam das Kommando der Zentrale: "Are you ready for TAKE-OFF?" Wir bestätigten und gingen das letzte Mal in uns.
3...2...1...beeeeep.
Bwuschheee!
Die Triebwerke starteten und somit machten wir uns in die andere GALAXIE GEORGIEN auf. Welche Außerirdischen uns begegnen würden, war uns noch nicht klar.


Auf dem Weg passierten wir durch wunderlichen Weiten unseres Sonnensystems und genossen den Blick auf Sterne, entfernte Planeten und schwarze Löcher. Unsere Reise führte uns am Saturn vorbei in Richtung des Wurmlochs XT-374628 Delta, doch vorher mussten wir unseren Treibstoff für die Überlichtgeschwindigkeit auftanken. Und zwar auf dem Planeten Istanbul, der im bosporischen Sonnensystem im Eurasischen Raum, um ein schwarzes Loch kreiste. Die Landung auf Istanbul verlief ohne Komplikationen und das Tanken sehr schnell und diszipliniert, es sollte der Erkundung der Galaxie Georgien nichts mehr im Wege stehen. Jedoch hatte Admiral Giorgobiani über die Kadetten Vorträge verteilt. Kultur steht auch auf solchen Erkundungen auf dem Tagesplan, daher wurde die gesamte Crew über Kultur, Architektur, bekannte Personen und über die Sprache der Georgianer informiert.
Perfekte Startbedingungen, somit stand dem Kontakt zu dieser sehr interessanten Spezies nichts mehr im Wege.
Aufgrund der Auswirkungen einer Supernova konnten wir von Istanbul leider nur etwas verspätet starten, was unsere müden Geister noch zusätzlich belastete. Die Zeitdilatation, also der zeitliche Unterschied durch die Einwirkung der Gravitation des schwarzen Loches, betrug auf Istanbul bereits zwei Stunden. Auf Tiflis würde die Zeitdilatation aber noch einmal eine Stunde mehr betragen, somit verloren wir mit der Zeitumstellung insgesamt vier Stunden wertvoller Zeit, die wir aber zurück auf Berlin wiedergewinnen würden.
So starteten wir den Weg zum Wurmloch XT-374628 Delta. Wir näherten uns dem Knick im Raum-Zeit Kontinuum, was für einige Aufregung bei der Crew sorgte. Allerdings passierten wir den Balg den Umständen entsprechend ruhig und kamen nach ein paar Turbulenzen heil in der georgischen Galaxie an, bereit auf dem Planeten Tiflis zu landen. Bereit vom  Georgianischen Volk empfangen zu werden.
Wir landeten um halb zwölf Orstszeit auf  (nach irdischer Zeitrechnung) Tiflis und wurden dort von busähnlichen Gefährten, die man auf der Erde als "80-Jahre Funky-Fresh" beschreiben würden. Die Georgianer begrüßten uns sehr freundlich und auf dem Weg vom Weltraumflughafen zur Unterbringung konnten wir schon einen Blick auf die sehr interessant wirkende Altstadt erhaschen.
Im Hostel fielen wir gleich in die Betten und träumten von den Georgianern.
Gespannt, was am nächsten Tag passieren würde.

Barnabas Mainka und Tom Tusche

Gut in Georgien gelandet!

U18, U16

27.03.2016 | Autor: Lukas Wende

Nach einer äußerst komfortablen Flugreise mit kurzem Zwischenstop in Istanbul sind wir gut in Tiflis gelandet, haben in unserer Herberge eingecheckt und freuen uns auf einen tollen ersten Tag!

Am Montag ist die erste Trainingseinheit im georgischen Leistungszentrum auf dem hochmodernen Kunstrasen G4 geplant. Anschließend werden wir durch die faszinierende Altstadt von Tiflis schlendern, um abends von der Narikala Castle den Sonnenuntergang über der Stadt zu bewundern.

Der erste Tag unseres Kaukasus-Abenteurs geht zu Ende und wir wünschen Euch "Frohe Ostern" und eine gute Nacht!

BRC-Jugend tourt in Georgien

U18, U16

26.03.2016 | Autor: Lukas Wende

Ab Sonntag sind die U16 und U18 auf einer einwöchigen Tour durch Georgien. Weil der BRC schon die Six-Nations-Länder Frankreich, Italien, England, Irland, Wales und Schottland abgeklappert hat, ist eine Fahrt nach Georgien der nächste Schritt, denn die Georgier haben sich nach den Six-Nations-Teams als feste Rugbygröße in Europa und der Welt etabliert. Einige (auch dieser Autor) fordern sogar schon die Aufnahme der Georgier in den elitären Club der sechs (oder eher fünf) großen europäischen Rugbynationen. Auf alle Fälle hat Georgien eine Menge in Punkto Jugendrugby zu bieten. Letztes Jahr gewann die georgische U17-Nationalmannschaft gegen die Süd-Afrikaner und die U18-Nationalmannschaft der Georgier holte sich bei der Europameisterschaft mit Siegen über Irland und Italien den zweiten Platz – vor Ländern wie England, Wales, Schottland und Irland. Georgien ist mitten im Rugby-Boom. Die georgischen Kinder wollen der nächste Gorgodze oder Kolelishvili werden, Fußball ist  an den Rand gedrängt worden. Und die Erfolge der Jugendmannschaften und auch der Herren bei der diesjährigen WM, wo die Georgier Dank zweier Siege gegen Tonga und Namibia und einer weltweit mit Anerkennung verfolgten Leistung gegen die All Blacks sich direkt für die WM 2019 in Japan qualifizierten, geben dem Sport im Land einen Schub, der so noch nirgends zu sehen war. Nach dem Zerfall der Sowjetunion vor 20 Jahren haben die Georgier begonnen Rugby zu spielen und sind von Klatschen wie einem 55-3 gegen die Niederlande zu einer festen Größe im Weltrugby geworden, mit Siegen gegen Japan, Samoa und Tonga. Das letzte Heimspiel, das vor über 50.000 begeisterten Zuschauern klar gegen Rumänien gewonnen wurde, bedeutete den neunten ENC-Titel in zehn Jahren.

Die U18 nach ihrem letzten Spiel vor der Tour

Doch Georgien hat nicht nur sportlich viel zu bieten. Das Land besitzt eine uralte Kultur, die eng mit dem im Leben der Georgier tief verwurzelten christlichen Glauben verbunden ist. Wein wurde in Georgien erfunden und kultiviert – von etwa 4000 Rebsorten weltweit, stammen 500 alleine aus Georgien. Der älteste Knochenfund eines Europäers von Archäologen stammt aus Georgien und auch die Architektur ist auf Grund der sehr langen und wechselhaften Geschichte Georgiens reich an Abwechslung und interessanten Exemplaren.

Über die Landschaft wird der Autor nicht mehr verraten, als dass sie bildschön ist und sowieso die schönste der Welt. Die Bilder wird man sich im Nachhinein im Internet ansehen können.

Die U16 nach dem diesjährigen Fritz-Feyerherm-Turnier

Die Tour beinhaltet insgesamt 6 Spiele, 3 für jede Altersgruppe. Zwei der Gegner kommen aus der Hauptstadt Tbilisi, in der auch der BRC sein Lager aufschlagen wird. Trainiert wird jeden Tag auf einem Base der Georgischen Rugby Union, mit einem Stadion-Rasenplatz und zwei Rugby-Kunstrasenfeldern. Das dritte Spiel wird in der alten Stahl-Stadt Rustavi gespielt. Die drei Gegner sind hochklassig, alle im oberen Drittel der georgischen U16-Liga angesiedelt. Als besonderer Gast-Trainer kommt der Australier Peter Sinden mit, der die Trainer-Duos aus der U16 und U18 unterstützen wird. Neben dem Rugby wird es Ausflüge nach Mzcheta, Sighnaghi und der Weinanbau-Region Kachetien, nach Kazbegi und weiter südlich von Tbilisi geben.

Die Jungs werden mit einem Tagebuch alle interessierten auf unserer Website auf dem Laufenden halten. Wir freuen uns auf tolle Spiele, Ausflüge und Erfahrungen.

von David Giorgobiani

Erstes Heimspiel für BRC I 2016

1. Mannschaft (1.BL)

24.03.2016 | Autor: Kevin Conroy

Endlich wieder Rugby in der Jungfernheide. Am kommenden Samstag um 14 Uhr erwartet die 1. Herren des Berliner Rugby Clubs die Sportfreunde aus Leipzig.

Nach dem enttäuschenden, aber leistungsgerechten, Unentschieden in Hamburg brennen die Männer um Tim Wimberg auf Wiedergutmachung vor heimischen Publikum. Auch wenn der 3 . Tabellenplatz mittlerweile unrealistisch erscheint, will die Mannschaft Selbstbewusstsein für die kommenden Spiele tanken, um mit breiter Brust in die K.O. Spiele gehen zu können.

Erwähnenswert ist noch, dass in den letzten Wochen viel im Umfeld des BRCs bewegt wurde, um ein angenehmeres Ambiente bei den Heimspielen zu schaffen. So soll es endlich einen Getränkeverkauf direkt am Spielfeldrand geben und ein paar Sitzmöglichkeiten für die Zuschauer gestellt werden. Auch die Werbetrommel wurde kräftig gerührt um eine etwas größere Zuschauer- und Medienresonanz zu generieren. Man darf also gespannt sein.

Facebook Event : https://www.facebook.com/events/1701447673432225/

GESICHTER AUS DER JUGEND (4)

U16

Andreas Weinberger aus der U16

23.03.2016 | Autor: Lukas Wende

Andreas Weinberger ist der vierte Jugendspieler, den wir Euch vorstellen möchten. Er gehört erst seit ein paar Monaten zum Verein, aber ist schnell zu einer festen Größe in der U16 geworden und bestritt am letzten Wochenende sein erstes Länderspiel für Deutschland.

Was magst du am Rugby am meisten?

Den Kontakt! Der körperliche Aspekt des Spiels ist, was mir am meisten gefällt. Als Kind habe ich Fußball gespielt und stand im Tor, das wurde schnell langweilig. Beim Rugby sind alle Positionen interessant.

Musstest du dich erst an den Körperkontakt gewöhnen und wie kam der Wechsel zustande?

Als ich 11 Jahre alt war, lief gerade die Weltmeisterschaft in Neuseeland und wir sind nach London gezogen. Meine Mutter hatte mir auch erzählt, dass mein Opa in England früher auch Rugby gespielt hat. Deshalb habe ich es mal ausprobiert. Meine Trainer beim Rosslyn Park RFC haben mich auch von Anfang an sehr unterstützt. Weil ich damals besonders groß und stark für mein Alter war, meinte er zu den anderen Kindern: „Schaut Euch Andreas aus Deutschland an, er ist groß und stark, helft ihm, dass er schnell ein guter Rugbyspieler wird.“  Bei meinem ersten Spiel im dritten Team wurde ich auf die Schlussposition gesetzt, um von hinten „zuzuschauen“. Im nächsten Spiel durfte ich schon in der zweiten Mannschaft in der ersten Reihe spielen. Und recht bald danach auch im „first team“. Das mit der Gewöhnung ging also scheinbar ganz schnell.

Inwiefern unterscheidet sich das Rugbyspielen im Rosslyn RFC und BRC voneinander?

Durch die Ganztagsschule in England haben die meisten Spieler Training mit ihrer Schulmannschaft und auch Spiele. Der Einsatz im Verein kommt sozusagen zusätzlich dazu. Ich war aber auf der Deutschen Schule, wo kein Rugby angeboten wurde. Trotzdem hatten wir jedes Wochenende ein Spiel oder ein Training. Hier haben wir mit der U16 ja bis zu vier Einheiten pro Woche, aber leider weniger Spiele. In London haben wir auch ohne ein richtiges Spielsystem gespielt. Das ist hier auch ganz anders.

Gibt es noch einen Rugbymoment beim Rosslyn RFC, an den du dich besonders lange erinnern wirst?

Ja, da muss ich gar nicht lange überlegen. In der U12 haben wir die Surrey-League gewonnen. Der entscheidende Sieg war ein 20:19 gegen das andere bis dahin ungeschlagene Team. Das war richtig gut!

Im Sommer bist du nun nach Berlin gezogen. Wie kam es dazu?

Mein Vater arbeitet für das Auswärtige Amt, deshalb ziehen wir alle 3-4 Jahre um. Vor dem Aufenthalt in London haben wir schon einmal in Berlin gewohnt. Davor auch schon in Rom, geboren wurde ich in Israel.

Und wie bist du auf den BRC aufmerksam geworden?

Die meisten Informationen bekommt man ja heutzutage über das Internet, aber hier war das etwas anders.  Als wir früher schon einmal in Berlin wohnten, war mit Matthias Dold ein alter BRCler mein Babysitter. Damit war klar, wo ich in Berlin nach unserer Rückkehr Rugby spielen würde.

Wie war der Einstieg für dich?

Alles hat wunderbar geklappt. Besonders gut fand ich, dass es auch in den Sommerferien Training gab. Dadurch konnte ich noch vor dem Schulstart Freunde finden und mich besser einleben.

Andreas in seinem Element


Spielerisch scheinst du dich auch schnell integriert zu haben, schließlich wurdest du schon im Herbst zu einem Lehrgang der U16-Nationalmannschaft eingeladen. Wie lief das ab?

Ja, zuerst gab es einen Lehrgang mit vielen Teilnehmern, wo unterschiedliche Tests gemacht wurden. Bei den nächsten Lehrgängen wurden dann immer weniger Spieler eingeladen.

Im Februar hatten wir ein Testspiel gegen ein niederländisches Team und jetzt das  Länderspiel in Köln gegen Polen. Vor 3000 Zuschauern zu spielen und zu gewinnen, war ein absoluter Höhepunkt. In drei Wochen gibt es dann noch ein einwöchiges Camp in Frankfurt mit der Auswahl aus dem Großraum Toulouse.

Jubelnd im DRJ-Dress


Wie geht es mit dir und der BRC-U16 weiter?

Wir fliegen am Sonntag für eine Woche nach Georgien, darauf freuen sich schon alle. Dort haben wir drei Spiele, die uns gut auf das Qualifikationsturnier und die Deutsche Meisterschaft vorbereiten sollen. Dann darf ich auch wieder in der dritten Reihe spielen!

Was habt ihr Euch mit der Mannschaft vorgenommen?

Unser großes Ziel ist natürlich die Verteidigung des Titels in der U16!

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